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Impfungen sind ein wichtiger Bestandteil unseres Gesundheitsschutzes. Sie bieten nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen lebenslangen Schutz vor vermeidbaren Infektionskrankheiten. Etwa 85 bis 90 Prozent aller Impfungen werden von niedergelassenen Ärzten durchgeführt, wobei der Hausarzt eine zentrale Rolle spielt.

Der Hausarzt ist der wichtigste Ansprechpartner für Impfungen im Erwachsenenalter und kann individuell beraten. Viele Erwachsene haben jedoch Wissenslücken bezüglich ihres Impfstatus und versäumen wichtige Auffrischimpfungen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Impfungen für Erwachsene empfohlen werden und wie der Ablauf beim Hausarzt aussieht. Besuchen Sie auch unseren Shop für weitere Informationen und Produkte rund um Ihre Gesundheit.

Wichtige Erkenntnisse

  • Impfungen bieten Erwachsenen lebenslangen Schutz vor Infektionskrankheiten.
  • Der Hausarzt ist der zentrale Ansprechpartner für Impfungen.
  • Wissenslücken bezüglich des Impfstatus sind bei Erwachsenen häufig.
  • Auffrischimpfungen sind wichtig für den anhaltenden Impfschutz.
  • Aktuelle STIKO-Empfehlungen geben Auskunft über empfohlene Impfungen.

Die Bedeutung von Impfungen im Erwachsenenalter

Die Bedeutung von Impfungen beschränkt sich nicht auf das Kindesalter, sondern ist auch im Erwachsenenalter von großer Wichtigkeit. Etwa 85 bis 90 Prozent aller Impfungen werden von niedergelassenen Ärzten durchgeführt, was die zentrale Rolle des Hausarztes in der Impfvorsorge unterstreicht.

Warum Impfschutz auch für Erwachsene wichtig ist

Impfschutz ist für Erwachsene aus mehreren Gründen wichtig. Zum einen können bestimmte Krankheiten im Erwachsenenalter schwerwiegendere Folgen haben als im Kindesalter. Zum anderen kann der Impfschutz mit der Zeit nachlassen, sodass Auffrischimpfungen notwendig sind, um den Schutz aufrechtzuerhalten.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass einige Impfungen nicht nur die individuelle Gesundheit schützen, sondern auch zur Herdengesundheit beitragen. Dies bedeutet, dass eine ausreichend geimpfte Bevölkerung die Ausbreitung von Krankheiten erschwert und somit auch Menschen schützt, die selbst nicht geimpft werden können.

Vorteile des Impfens beim Hausarzt Beschreibung
Individuelle Beratung Der Hausarzt kennt die Krankengeschichte seiner Patienten und kann daher individuell beraten, welche Impfungen sinnvoll sind.
Unkomplizierte Durchführung In der Hausarztpraxis können Impfungen unkompliziert während regulärer Termine durchgeführt werden.
Dokumentation des Impfstatus Hausärzte führen den Impfpass und dokumentieren den Impfstatus, was für einen lückenlosen Impfschutz wichtig ist.

Rolle des Hausarztes bei der Impfvorsorge

Der Hausarzt spielt eine entscheidende Rolle bei der Impfvorsorge Erwachsener. Er kann nicht nur individuell beraten, sondern auch den Impfstatus überprüfen und dokumentieren. Zudem kann er bei Unsicherheiten über frühere Impfungen beraten, ob Auffrischungen nötig sind oder Bluttests zur Überprüfung des Impfschutzes durchgeführt werden sollten.

Die vertraute Umgebung der Hausarztpraxis kann besonders für Menschen mit Impfängsten hilfreich sein. Zudem kann der Arzt die Patienten an wichtige Auffrischtermine erinnern und ihnen helfen, sich regelmäßig impfen zu lassen.

Impfungen für Erwachsene beim Hausarzt: Das Wichtigste im Überblick

Der Hausarzt spielt eine zentrale Rolle bei der Durchführung von Impfungen für Erwachsene. Etwa 85 bis 90 Prozent aller Impfungen werden von niedergelassenen Ärzten durchgeführt, was die Bedeutung der Hausarztpraxis in diesem Kontext unterstreicht.

Wer führt Impfungen durch?

Impfungen können nicht nur beim Hausarzt, sondern auch beim Öffentlichen Gesundheitsdienst, also bei Gesundheitsämtern und Betriebsärzten, durchgeführt werden. Bundesweit erfolgen etwa zehn bis 15 Prozent der Impfungen durch diese Einrichtungen. Eine Ausnahme bildet die Gelbfieberimpfung, die ausschließlich in spezialisierten Impfstellen und von zugelassenen Impfärzten durchgeführt werden darf.

Ablauf einer Impfung in der Hausarztpraxis

Der Prozess einer Impfung in der Hausarztpraxis ist standardisiert und dient der Sicherheit und Wirksamkeit der Impfung. Hier sind die wichtigsten Schritte:

  • Vor der Impfung führt der Arzt ein Aufklärungsgespräch durch und informiert über mögliche Nebenwirkungen und den Nutzen der Impfung.
  • Der Patient wird gebeten, einen Anamnesebogen auszufüllen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen.
  • Es ist wichtig, den Impfpass mitzubringen, damit alle Impfungen ordnungsgemäß dokumentiert werden können.
  • Die eigentliche Impfung dauert nur wenige Sekunden und wird meist in den Oberarm verabreicht.
  • Nach der Impfung sollte man noch etwa 15 Minuten in der Praxis bleiben, um mögliche allergische Reaktionen auszuschließen.
  • Der Arzt trägt die Impfung in den Impfpass ein und gibt Verhaltenshinweise für die Zeit nach der Impfung.

Es ist ratsam, am Impftag auf Sport zu verzichten und ausreichend zu trinken. Bei ungewöhnlichen Reaktionen nach der Impfung sollte man die Hausarztpraxis kontaktieren.

Schritt Beschreibung
Aufklärungsgespräch Information über Nutzen und mögliche Nebenwirkungen
Anamnesebogen Ausschluss gesundheitlicher Risiken
Impfung Durchführung der Impfung, meist in den Oberarm
Nachbeobachtung 15-minütige Beobachtung nach der Impfung

Wie das Robert Koch-Institut betont, ist die Impfung ein wichtiger Bestandteil der Prävention. “Impfungen sind eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung gegen Infektionskrankheiten.”

Die STIKO-Empfehlungen für Erwachsene

Die Ständige Impfkommission (STIKO) gibt regelmäßig aktualisierte Empfehlungen für Impfungen bei Erwachsenen heraus. Diese Empfehlungen basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und berücksichtigen die spezifischen Risiken und Bedürfnisse verschiedener Altersgruppen.

Was ist die Ständige Impfkommission?

Die STIKO ist ein Expertengremium, das am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelt ist. Sie setzt sich aus Fachleuten verschiedener medizinischer Disziplinen zusammen und hat die Aufgabe, Impfempfehlungen für Deutschland zu erarbeiten und regelmäßig zu aktualisieren.

Standardimpfungen für alle Erwachsenen

Die STIKO empfiehlt bestimmte Standardimpfungen, die für alle Erwachsenen relevant sind. Dazu gehören unter anderem die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten. Diese Impfungen sind wichtig, um den Schutz vor diesen Krankheiten aufrechtzuerhalten.

Für Personen ab 60 Jahren werden zusätzliche Impfungen empfohlen, da sich das Immunsystem mit zunehmendem Alter verändert. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Immunsystem, weshalb für Personen ab 60 Jahren zusätzliche Impfungen empfohlen werden.

Altersabhängige Impfempfehlungen

Für Menschen ab 60 Jahren ist die jährliche Grippeimpfung (Influenza) besonders wichtig, da sie zu den Risikogruppen für schwere Verläufe gehören. Die Pneumokokken-Impfung wird für Personen ab 60 Jahren empfohlen, um vor Lungenentzündungen und anderen schweren Infektionen zu schützen.

Die Impfung gegen Gürtelrose (Herpes zoster) ist für Menschen ab 60 Jahren sinnvoll, da das Risiko für diese schmerzhafte Erkrankung mit dem Alter steigt. Für Personen ab 75 Jahren wird zusätzlich eine Impfung gegen RSV-Infektionen empfohlen, bei Risikopatienten bereits ab 60 Jahren.

Diese altersabhängigen Impfempfehlungen berücksichtigen die spezifischen Risiken in verschiedenen Lebensphasen. Es ist wichtig, dass Erwachsene sich über diese Empfehlungen informieren und ihren Impfschutz entsprechend anpassen.

Standardimpfungen für Erwachsene im Detail

Ein umfassender Impfschutz ist für Erwachsene ebenso wichtig wie für Kinder. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bestimmte Standardimpfungen, die für alle Erwachsenen relevant sind. Diese Impfungen schützen vor schweren Erkrankungen und tragen zur öffentlichen Gesundheit bei.

Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten

Die Impfung gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten ist eine wichtige Standardimpfung für Erwachsene. Die STIKO empfiehlt eine Auffrischimpfung alle 10 Jahre. Diese Impfung schützt vor den potenziell lebensbedrohlichen Erkrankungen Tetanus (Wundstarrkrampf), Diphtherie und Keuchhusten.

  • Tetanus: Verursacht Muskelkrämpfe und kann lebensbedrohlich sein.
  • Diphtherie: Eine bakterielle Infektion, die zu Atemwegsobstruktion führen kann.
  • Keuchhusten: Eine hoch ansteckende Atemwegserkrankung, die besonders für Säuglinge gefährlich ist.

Masern, Mumps und Röteln

Die Masern-Mumps-Röteln-Impfung (MMR-Impfung) ist eine weitere wichtige Impfung für Erwachsene, insbesondere für diejenigen, die in der Kindheit nicht geimpft wurden oder keine ausreichende Immunität besitzen. Masern, Mumps und Röteln sind hoch ansteckende Viruserkrankungen, die zu schweren Komplikationen führen können.

Besonders wichtig: Die MMR-Impfung bietet Schutz vor diesen Erkrankungen und ist für ungeimpfte oder unzureichend geimpfte Erwachsene empfohlen.

COVID-19-Basisimmunität

Die STIKO empfiehlt für alle Erwachsenen eine COVID-19-Basisimmunität, die durch mindestens drei Antigenkontakte erreicht wird, wobei mindestens einer durch eine Impfung erfolgen sollte. Die verfügbaren COVID-19-Impfstoffe werden regelmäßig an zirkulierende Virusvarianten angepasst.

  • Die COVID-19-Impfung schützt vor schweren Verläufen, Krankenhausaufenthalten und Langzeitfolgen (Long COVID).
  • Für Personen ab 60 Jahren und Risikogruppen wird zusätzlich eine jährliche Auffrischimpfung im Herbst empfohlen.
  • Auch nach einer durchgemachten COVID-19-Infektion ist eine Impfung sinnvoll, um den Immunschutz zu verstärken.

Durch die Einhaltung der empfohlenen Impfungen können Erwachsene ihre Gesundheit schützen und einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit leisten.

Impfungen für Erwachsene ab 60 Jahren

Im Alter von 60 Jahren und darüber hinaus spielen Impfungen eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von schweren Erkrankungen. Mit dem Alter verändert sich das Immunsystem, und das Risiko für bestimmte Infektionen steigt. Deshalb empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) bestimmte Impfungen speziell für diese Altersgruppe.

Grippeimpfung

Die Grippeimpfung ist eine der wichtigsten Impfungen für Erwachsene ab 60 Jahren. Sie schützt vor der Influenza, die bei älteren Menschen schwer verlaufen kann. Die Impfung wird jährlich vor der Grippesaison empfohlen.

Pneumokokken-Impfung

Pneumokokken können zu schweren Erkrankungen wie Lungenentzündung führen. Die Pneumokokken-Impfung wird für Personen ab 60 Jahren empfohlen, um solche Infektionen zu verhindern.

Gürtelrose

Die Gürtelrose-Impfung schützt vor Herpes Zoster, einer Erkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus verursacht wird. Sie wird für Personen ab 60 Jahren empfohlen, um das Risiko für Gürtelrose und ihre Komplikationen zu reduzieren.

RSV-Impfung

Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) kann besonders bei älteren Personen schwere Atemwegsinfektionen verursachen. Die RSV-Impfung wird für Menschen ab 75 Jahren empfohlen und bei Risikopatienten bereits ab 60 Jahren. Sie wird vor der RSV-Saison verabreicht und ist besonders wichtig für Personen mit Vorerkrankungen der Lunge oder des Herzens.

Impfung Empfohlen für Beschreibung
Grippeimpfung Erwachsene ab 60 Jahren Schützt vor Influenza
Pneumokokken-Impfung Personen ab 60 Jahren Verhindert Pneumokokken-Erkrankungen
Gürtelrose-Impfung Personen ab 60 Jahren Schützt vor Herpes Zoster
RSV-Impfung Personen ab 75 Jahren (bei Risikopatienten ab 60 Jahren) Schützt vor RSV-Infektionen

Impfschutz für Schwangere

Die Gesundheit von Mutter und Kind während der Schwangerschaft durch Impfungen zu schützen, ist von höchster Bedeutung. Schwangere Frauen sollten sich über die empfohlenen Impfungen informieren, um ihre Gesundheit und die ihres ungeborenen Kindes zu schützen.

Empfehlungen für Impfungen während der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft sind bestimmte Impfungen besonders wichtig, um sowohl die Mutter als auch das ungeborene Kind vor schweren Erkrankungen zu schützen. Es ist ratsam, vor einer Schwangerschaft den Impfstatus zu überprüfen und gegebenenfalls Nachholimpfungen durchzuführen. Eine gute Vorbereitung kann in der Hausarztpraxis.

Einige Impfungen sind während der Schwangerschaft ausdrücklich empfohlen. Dazu gehören in erster Linie die Influenza-Impfung (Grippeimpfung), die jährlich angeboten wird, um vor der saisonalen Grippe zu schützen.

Impfungen, die in der Schwangerschaft vermieden werden sollten

Von Impfungen mit einem Lebendimpfstoff, wie zum Beispiel gegen Masern, Röteln (MMR) oder Windpocken (Varizellen), wird in der Schwangerschaft grundsätzlich abgeraten. Diese Vorsichtsmaßnahme beruht hauptsächlich auf theoretischen Überlegungen, da keine konkreten Hinweise auf Risiken bestehen.

Wurde eine solche Impfung unwissentlich in der Schwangerschaft verabreicht, besteht kein Grund zur Beunruhigung, da keine erhöhten Risiken für Fehlbildungen bekannt sind. Nach einer Impfung mit Lebendimpfstoffen sollte eine Schwangerschaft für mindestens vier Wochen vermieden werden.

  • Impfungen mit Lebendimpfstoffen sollten während der Schwangerschaft vermieden werden.
  • Dazu gehören die Impfungen gegen Masern, Mumps, Röteln (MMR) und Windpocken (Varizellen).
  • Frauen mit Kinderwunsch sollten ihren Impfstatus vor einer geplanten Schwangerschaft überprüfen lassen.

Spezielle Impfungen für besondere Situationen

Neben den Standardimpfungen gibt es spezielle Impfungen, die für bestimmte Personengruppen oder Situationen relevant sind. Diese Impfungen sind wichtig, um den individuellen Gesundheitsrisiken gerecht zu werden und schwere Krankheitsverläufe zu verhindern.

Reiseimpfungen und Gelbfieberimpfung

Die Impfung gegen Gelbfieber ist für die Einreise in einige Länder vorgeschrieben. Sie besitzt einen Sonderstatus, denn sie darf als einzige Impfung nur in dafür spezialisierten Impfstellen und von dafür zugelassenen Impfärzten durchgeführt werden. Beim Centrum für Reisemedizin (CRM) sind die Adressen der Gelbfieber-Impfstellen in Deutschland abrufbar.

Die Gelbfieberimpfung muss im Impfpass eingetragen, vom Impfarzt unterzeichnet und durch einen Stempel beglaubigt sein. Dies ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass Reisende die erforderlichen Impfungen erhalten haben.

Berufsbedingte Impfungen

Bestimmte Berufe bringen ein erhöhtes Risiko für bestimmte Infektionen mit sich. Berufsbedingte Impfungen sind daher wichtig, um die Gesundheit der Arbeitnehmer zu schützen. Beispiele hierfür sind Impfungen gegen Hepatitis A und B für Mitarbeiter im Gesundheitswesen oder in der Abwasserentsorgung.

Impfungen bei chronischen Erkrankungen

Menschen mit chronischen Erkrankungen haben oft ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe bei Infektionskrankheiten. Für Patienten mit Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Lungenerkrankungen werden zusätzliche Impfungen empfohlen. Die Pneumokokken-Impfung ist besonders wichtig für Menschen mit chronischen Erkrankungen, unabhängig vom Alter.

Bei eingeschränkter Immunfunktion können spezielle Impfschemata oder zusätzliche Impfungen notwendig sein. Der Hausarzt berücksichtigt die individuellen Gesundheitsrisiken bei der Impfberatung und stellt sicher, dass die notwendigen Impfungen durchgeführt werden.

HPV-Impfung: Nicht nur für Jugendliche

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Die HPV-Impfung ist ein wichtiger Schutz vor bestimmten Krebsarten und kann auch Erwachsenen empfohlen werden. Humane Papillomviren (HPV) können verschiedene Krebsarten verursachen, darunter Gebärmutterhalskrebs, Krebserkrankungen am After und Penis sowie im Mund-Rachen-Raum.

Wer sollte sich gegen HPV impfen lassen?

Mädchen und Jungen können sich gegen HPV impfen lassen. Die Impfung wird zwischen dem neunten und 14. Lebensjahr empfohlen, kann aber auch bis zum Alter von 18 Jahren nachgeholt werden. Erwachsene, die nicht in ihrer Jugend geimpft wurden, können sich ebenfalls impfen lassen, insbesondere wenn sie ein erhöhtes Risiko für HPV-Infektionen haben.

Durchführung der HPV-Impfung beim Hausarzt

Die HPV-Impfung wird als Injektion in den Oberarmmuskel verabreicht und ist in der Regel gut verträglich. Je nach Alter bei Impfbeginn sind zwei oder drei Impfdosen notwendig, die über einen Zeitraum von 6-12 Monaten gegeben werden. Ihr Hausarzt kann die HPV-Impfung durchführen, alternativ auch Gynäkologen oder Kinder- und Jugendärzte.

Die aktuell verfügbaren Impfstoffe schützen vor 9 verschiedenen HPV-Typen, die für etwa 90% aller HPV-bedingten Krebserkrankungen verantwortlich sind. Nach Abschluss der Impfserie besteht ein langanhaltender Schutz, nach aktuellen Erkenntnissen mindestens 10 Jahre.

Kostenübernahme von Impfungen

Die Kostenübernahme für Impfungen ist ein wichtiger Aspekt der Gesundheitsvorsorge. In Deutschland übernehmen verschiedene Akteure die Kosten für Impfungen, abhängig von der Art der Impfung und dem Versicherungsstatus des Patienten.

Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen

Die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland übernehmen in der Regel die Kosten für die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlenen Schutzimpfungen. Dies umfasst Standardimpfungen sowie alters- und risikogruppen-spezifische Impfungen. Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes haben oft Anspruch auf zusätzliche Impfungen, die von ihrer Krankenkasse übernommen werden.

Einige gesetzliche Krankenkassen bieten darüber hinaus Zusatzleistungen an, die über die STIKO-Empfehlungen hinausgehen. Besonders bei Reiseschutzimpfungen lohnt es sich, die Zusatzleistungen verschiedener Kassen zu vergleichen.

Zusatzleistungen und private Krankenversicherungen

Für privat krankenversicherte Personen ist die Kostenübernahme von Schutzimpfungen in den jeweiligen Vertragsbedingungen geregelt. Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für alle medizinisch sinnvollen Impfungen gemäß ihren Vertragsbedingungen.

Einige Krankenkassen, sowohl gesetzliche als auch private, bieten Bonusprogramme an, bei denen Patienten für einen vollständigen Impfschutz Punkte oder finanzielle Vorteile erhalten. Bei Selbstzahlerleistungen können die Kosten für Impfungen als außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend gemacht werden.

Impfungen durch andere Anbieter

Neben Hausärzten bieten auch andere Einrichtungen Impfungen an. In Deutschland werden etwa 10-15% aller Impfungen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst durchgeführt.

Dies umfasst sowohl Betriebsärzte als auch Gesundheitsämter. Diese Einrichtungen spielen eine wichtige Rolle bei der Sicherstellung eines umfassenden Impfschutzes für die Bevölkerung.

Betriebsärztliche Impfungen

Betriebsärzte bieten Impfungen insbesondere für Personen an, die aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Dies kann beispielsweise bei Mitarbeitern im Gesundheitswesen oder in anderen risikobehafteten Berufen der Fall sein.

Berufsgruppe Empfohlene Impfung
Gesundheitspersonal Influenza, Hepatitis B
Personal in Kindertagesstätten Pertussis, Masern, Mumps, Röteln

Impfungen beim Gesundheitsamt

Gesundheitsämter bieten Schutzimpfungen an, insbesondere für Personen ohne Krankenversicherung oder mit eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem. Sie sind wichtige Anlaufstellen bei größeren Impfkampagnen oder bei der Bekämpfung lokaler Ausbrüche.

  • Die Kosten für Impfungen beim Gesundheitsamt werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen.
  • Manche Gesundheitsämter bieten spezielle Impfsprechstunden für bestimmte Zielgruppen wie Migranten oder sozial benachteiligte Personen an.

Digitale Hilfsmittel zur Impforganisation

Impfungen lassen sich mithilfe moderner digitaler Hilfsmittel besser organisieren und überwachen. Dies ist besonders wichtig, um sicherzustellen, dass alle notwendigen Impfungen und Auffrischimpfungen rechtzeitig durchgeführt werden.

Einige der nützlichsten digitalen Hilfsmittel sind Impfplaner-Apps und der digitale Impfpass. Mit dem Impfplaner in der Barmer-App können Nutzer keine Impf- und Vorsorgetermine mehr verpassen. Sie können diese Termine für sich und ihre Familie organisieren und sich automatisch daran erinnern lassen.

Impfplaner-Apps und digitaler Impfpass

Diese Apps ermöglichen es, alle Impfungen und Vorsorgeuntersuchungen zu planen und zu überwachen. Der digitale Impfpass speichert alle durchgeführten Impfungen und kann bei Bedarf vorgelegt werden.

  • Moderne Praxisverwaltungssysteme ermöglichen es Hausärzten, ihre Patienten automatisch an fällige Auffrischimpfungen zu erinnern.
  • Per E-Mail, SMS oder Brief werden Patienten informiert, wenn eine Impfung aufgefrischt werden sollte.

Erinnerungssysteme für Auffrischimpfungen

Besonders bei Impfserien, die mehrere Teilimpfungen im Abstand von einigen Wochen erfordern, sind Erinnerungssysteme hilfreich. Einige Krankenkassen bieten eigene Erinnerungsservices für ihre Versicherten an.

Erinnerungsmethode Beschreibung Vorteil
E-Mail Automatische Erinnerungen per E-Mail Schnelle und direkte Information
SMS Kurze Erinnerungen direkt aufs Handy Sofortige Benachrichtigung
Brief Schriftliche Erinnerungen per Post Für diejenigen ohne digitale Medien

Weitere Informationen zu den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) finden Sie in diesem Dokument.

Fazit: Impfschutz als lebenslange Aufgabe

Impfschutz ist ein lebenslanger Prozess, der kontinuierliche Aufmerksamkeit erfordert. Mit zunehmendem Alter verändert sich das Immunsystem, weshalb bestimmte Impfungen besonders für ältere Menschen wichtig werden.

Der Hausarzt ist der ideale Ansprechpartner für alle Fragen rund um Impfungen und kann individuell beraten, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind. Nutzen Sie die Vorsorgeuntersuchungen alle zwei Jahre, um auch Ihren Impfschutz überprüfen zu lassen.

Durch konsequentes Impfen können viele schwere Infektionskrankheiten vermieden werden. Bewahren Sie Ihren Impfpass sorgfältig auf und nehmen Sie ihn zu jedem Arztbesuch mit. Digitale Hilfsmittel können Sie dabei unterstützen, keine wichtigen Impftermine zu verpassen.

Insgesamt ist es wichtig, sich regelmäßig über aktuelle Impfempfehlungen zu informieren, da diese sich aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ändern können. Eine Auffrischimpfung ist oft nach einigen Jahren erforderlich, um den Impfschutz aufrechtzuerhalten.

FAQ

Warum sind Impfungen auch im Erwachsenenalter wichtig?

Impfungen sind wichtig, um den Schutz vor bestimmten Krankheiten aufrechtzuerhalten und um die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern. Erwachsene können durch Impfungen vor Krankheiten wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten geschützt werden.

Welche Impfungen werden von der STIKO für Erwachsene empfohlen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Standardimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten für alle Erwachsenen. Darüber hinaus gibt es altersabhängige Impfempfehlungen, wie die Grippeimpfung für Personen ab 60 Jahren.

Wie oft muss ich mich gegen Grippe impfen lassen?

Die Grippeimpfung sollte jährlich durchgeführt werden, da die Zusammensetzung des Impfstoffs sich ändern kann und der Schutz nach einer Impfung nur für eine Saison anhält.

Wer sollte sich gegen Pneumokokken impfen lassen?

Personen ab 60 Jahren und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sollten sich gegen Pneumokokken impfen lassen.

Kann ich mich während der Schwangerschaft impfen lassen?

Ja, bestimmte Impfungen wie die Grippeimpfung sind während der Schwangerschaft empfohlen. Es ist jedoch wichtig, vorher mit dem Arzt zu sprechen, um die geeigneten Impfungen zu bestimmen.

Wer übernimmt die Kosten für Impfungen?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die von der STIKO empfohlenen Impfungen. Private Krankenversicherungen können unterschiedliche Leistungen anbieten.

Kann ich mich auch außerhalb der Hausarztpraxis impfen lassen?

Ja, es gibt weitere Möglichkeiten, sich impfen zu lassen, wie beispielsweise beim Gesundheitsamt oder durch Betriebsärzte.

Wie kann ich mich an meine Auffrischimpfungen erinnern?

Es gibt digitale Hilfsmittel wie Impfplaner-Apps und Erinnerungssysteme, die dabei helfen können, den Überblick über anstehende Impfungen zu behalten.