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Zecken Impfung

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine ernsthafte Erkrankung, die durch Zecken auf den Menschen übertragen wird. Sie kann zu schweren Entzündungen des Gehirns, der Hirnhaut oder des Rückenmarks führen.

Besonders ältere Jugendliche und Erwachsene sind von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Eine effektive Schutzmaßnahme gegen FSME ist die Impfung. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie beim Hausarzt eine FSME-Impfung erhalten können, was die Impfung kostet und wie Sie einen Termin vereinbaren können.

Wir werden auch auf die Risikogebiete in Deutschland eingehen und erläutern, für wen die Impfung besonders empfohlen wird.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die FSME-Impfung ist eine wichtige Schutzmaßnahme gegen die durch Zecken übertragene Erkrankung.
  • Die Impfung kann beim Hausarzt durchgeführt werden.
  • Es gibt bestimmte Risikogebiete in Deutschland, in denen die Impfung besonders empfohlen wird.
  • Die Kosten und der Ablauf der Impfung werden in diesem Artikel erläutert.
  • Es werden zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche vorgestellt.

Was ist FSME und warum ist eine Impfung wichtig?

FSME, eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Die Infektion mit dem FSME-Virus erfolgt in der Regel durch den Stich einer infizierten Zecke. Es ist wichtig, die Krankheit und ihre Auswirkungen zu verstehen, um die Bedeutung der Impfung zu würdigen.

Definition und Übertragungswege von FSME

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist eine Virusinfektion, die durch Zeckenstiche übertragen wird. Die Mehrheit der Menschen bleibt nach einem Stich einer infizierten Zecke beschwerdefrei. Dennoch ist es wichtig, sich über die Übertragungswege und die möglichen Folgen einer Infektion im Klaren zu sein.

Symptome und Krankheitsverlauf

Einige Menschen entwickeln ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Schwindel. Diese Beschwerden klingen nach einigen Tagen wieder ab. In den meisten Fällen ist danach die Krankheit überstanden. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es aber nach etwa einer Woche zu einem zweiten Krankheitsgipfel mit Beteiligung des zentralen Nervensystems, einschließlich einer möglichen Entzündung des Gehirns.

  • Nach einer FSME-Infektion bleiben etwa 70 bis 95 Prozent der Betroffenen beschwerdefrei.
  • Bei symptomatischen Verläufen zeigt sich die Erkrankung in zwei Phasen: Zunächst treten grippeähnliche Beschwerden auf.
  • Nach einer scheinbaren Besserung kann es zu einer zweiten Krankheitsphase kommen, bei der das zentrale Nervensystem betroffen ist.

Die Impfung gegen FSME ist eine wirksame Maßnahme, um die Risiken einer Infektion zu minimieren und schwerwiegende gesundheitliche Folgen zu vermeiden.

FSME-Risikogebiete in Deutschland

Die FSME-Risikogebiete in Deutschland sind vielfältig und variieren je nach Region. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Informationen zu den Risikogebieten.

Aktuelle Risikogebiete laut Robert Koch-Institut

Das RKI definiert die Risikogebiete auf Grundlage der gemeldeten FSME-Fälle und der Infektionshäufigkeit in bestimmten Regionen. Aktuell gelten große Teile Süddeutschlands, insbesondere Bayern und Baden-Württemberg, als Hochrisikogebiete für FSME.

Darüber hinaus gibt es auch in anderen Bundesländern wie Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz Regionen mit erhöhtem FSME-Risiko. Es ist wichtig, dass sich Reisende und Einwohner dieser Regionen über das Infektionsrisiko informieren und gegebenenfalls eine Impfung in Betracht ziehen.

Risikogebiete im europäischen Ausland

Außerhalb Deutschlands gibt es zahlreiche FSME-Risikogebiete, besonders in den Nachbarländern. Tschechien, Österreich, Polen und die Schweiz gelten als Hochrisikogebiete für FSME. Auch in Frankreich und den Niederlanden wurden in den letzten Jahren vereinzelt FSME-Fälle registriert.

Bei Reisen in diese Länder sollte man sich über das aktuelle Infektionsrisiko informieren. Darüber hinaus besteht auch außerhalb Europas, insbesondere in Teilen Russlands (Sibirien), der Mongolei, Nord-China und Nord-Japan, ein teilweise hohes FSME-Risiko.

In diesen asiatischen Regionen tritt eine Variante auf, die als RSSE (Russian Spring-Summer-Encephalitis) bezeichnet wird und ein ähnliches Krankheitsbild wie die europäische FSME verursacht.

Für wen ist die Zecken Impfung beim Hausarzt empfohlen?

Zecken Impfung.

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In Deutschland wird die FSME-Impfung insbesondere für Personen empfohlen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten. Die Ständige Impfkommission (STIKO) gibt regelmäßig aktualisierte Empfehlungen heraus, um die Bevölkerung vor dieser durch Zecken übertragenen Krankheit zu schützen.

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Die STIKO empfiehlt die FSME-Impfung für Personen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten, insbesondere wenn sie Aktivitäten in der freien Natur ausüben. Dazu gehören Wanderer, Jogger, und Menschen, die beruflich oder in ihrer Freizeit viel Zeit in der Natur verbringen.

Risikogruppen und besondere Indikationen

Bestimmte Personengruppen haben ein erhöhtes Risiko, an FSME zu erkranken. Dazu gehören neben Personen, die in Risikogebieten leben oder arbeiten, auch Menschen, die aufgrund ihrer Aktivitäten ein erhöhtes Zeckenstichrisiko haben. Die Impfung ist besonders für diese Risikogruppen empfohlen.

FSME-Impfung für Kinder

Da Kinder gern in der Natur spielen, ist für sie das Risiko größer, von einer Zecke gestochen zu werden. Allerdings verläuft die FSME bei Kindern meist leichter als bei Jugendlichen und Erwachsenen. Kinder können ab dem ersten Geburtstag geimpft werden, wobei der Impfstoff in angepasster Dosierung verabreicht wird.

  • Kinder können ab dem ersten Geburtstag gegen FSME geimpft werden, wobei der Impfstoff in angepasster Dosierung verabreicht wird.
  • Da Kinder häufig in der Natur spielen, haben sie ein erhöhtes Risiko für Zeckenstiche, auch wenn die FSME bei ihnen meist milder verläuft als bei Erwachsenen.
  • Bei Kindern unter drei Jahren kann es nach der Impfung in bis zu 15 Prozent der Fälle zu Fieberreaktionen kommen.
  • Eltern sollten mit dem Kinderarzt besprechen, ob die Impfung für ihr Kind sinnvoll ist, basierend auf dem individuellen Risiko und dem Wohnort.
  • Neben der Impfung ist es wichtig, Kinder nach Aufenthalten in der Natur gründlich nach Zecken abzusuchen und sie über Schutzmaßnahmen aufzuklären.

Ablauf der FSME-Impfung beim Hausarzt

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Die FSME-Impfung ist ein wichtiger Schutz vor der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Der Hausarzt spielt eine zentrale Rolle bei der Durchführung dieser Impfung.

Grundimmunisierung: Die drei Teilimpfungen

Die Grundimmunisierung gegen FSME besteht aus drei Teilimpfungen. Diese Teilimpfungen werden in bestimmten Abständen verabreicht, um einen optimalen Schutz aufzubauen. In der Regel erfolgt die erste Impfung zu einem beliebigen Zeitpunkt, die zweite Impfung nach 1 bis 3 Monaten, und die dritte Impfung nach 5 bis 12 Monaten nach der zweiten Impfung.

Dieser Zeitraum kann je nach verwendetem Impfstoff und dem gewählten Impfschema variieren. Es ist wichtig, dass die Impfungen vollständig durchgeführt werden, um einen ausreichenden Schutz vor FSME zu gewährleisten.

Schnellimmunisierung: Das Schnellschema

Für Personen, die schnell geschützt werden müssen, gibt es die Möglichkeit einer Schnellimmunisierung. Bei diesem Schema werden die drei Teilimpfungen innerhalb von drei Wochen verabreicht. Die erste und zweite Impfung erfolgen im Abstand von einer Woche, und die dritte Impfung wird nach weiteren zwei Wochen gegeben.

Dieses Schnellschema ermöglicht es, innerhalb kurzer Zeit einen ausreichenden Schutz aufzubauen, was besonders für Personen relevant ist, die sich in Risikogebieten aufhalten oder dort hinreisen möchten.

Auffrischungsimpfungen: Wann sind sie nötig?

Nach der Grundimmunisierung ist es wichtig, Auffrischungsimpfungen durchzuführen, um den Schutz vor FSME aufrechtzuerhalten. Bei fortbestehendem Ansteckungsrisiko wird eine erste Auffrischimpfung nach 3 Jahren empfohlen.

  • Nach der Grundimmunisierung wird bei fortbestehendem Ansteckungsrisiko eine erste Auffrischimpfung nach 3 Jahren empfohlen.
  • In der Regel sind die nachfolgenden Auffrischungen alle 5 Jahre erforderlich, um einen kontinuierlichen Schutz zu gewährleisten.
  • Ab dem Alter von 50 bzw. 60 Jahren sollte die Impfung je nach verwendetem Impfstoff alle 3 Jahre aufgefrischt werden, da die Immunantwort im höheren Alter nachlässt.
  • Selbst wenn eine Auffrischimpfung erst Jahre nach dem empfohlenen Zeitpunkt erfolgt, bietet sie wieder einen Schutz für 3 bis 5 Jahre.
  • Die regelmäßigen Auffrischungen sind besonders wichtig für Menschen, die dauerhaft in Risikogebieten leben oder sich dort häufig aufhalten.

Kosten der Zecken Impfung beim Hausarzt

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Die Kosten für die FSME-Impfung variieren je nach Krankenversicherung und individuellem Tarif. Wenn Sie sich für eine Impfung entscheiden, ist es wichtig, vorher die Kosten und die Übernahme durch Ihre Krankenversicherung zu klären.

Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen

In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für die FSME-Impfung, wenn diese von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird. Die genauen Konditionen können jedoch variieren, daher sollten Sie sich bei Ihrer Krankenkasse informieren.

Die FSME-Impfung gilt als wichtige Schutzmaßnahme gegen die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, und die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen soll sicherstellen, dass diese Impfung für alle zugänglich ist, die sie benötigen.

Kosten bei privater Krankenversicherung

Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für die FSME-Impfung, wobei die genauen Konditionen vom jeweiligen Tarif abhängen. Oft werden die Kosten direkt mit dem Arzt abgerechnet, in einigen Fällen müssen Privatversicherte die Rechnung zunächst selbst bezahlen und zur Erstattung einreichen.

Bei einer Reise in FSME-Risikogebiete im Ausland gilt die FSME-Impfung als Reiseschutzimpfung, deren Kostenübernahme je nach Versicherungsvertrag geregelt ist. Es ist ratsam, vor der Impfung mit der privaten Krankenversicherung Kontakt aufzunehmen, um die genauen Erstattungsmodalitäten zu klären und Überraschungen zu vermeiden.

Die Kosten für eine komplette FSME-Grundimmunisierung (drei Impfungen) belaufen sich auf etwa 120 bis 180 Euro, hinzu kommen gegebenenfalls Beratungs- und Behandlungskosten.

Nebenwirkungen und Verträglichkeit der FSME-Impfung

Die FSME-Impfung ist generell gut verträglich, aber wie bei jedem Impfstoff können Nebenwirkungen auftreten. Es ist wichtig, dass Sie vor der Impfung mit Ihrem Arzt über mögliche Risiken und Nebenwirkungen sprechen.

Häufige Impfreaktionen

Die meisten Menschen vertragen die FSME-Impfung gut. Häufige Reaktionen auf die Impfung sind Schmerzen, Rötungen oder Schwellungen an der Injektionsstelle. Einige Personen können auch allgemeine Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen oder leichtes Fieber entwickeln. Diese Reaktionen sind in der Regel mild und klingen innerhalb weniger Tage von selbst ab.

Seltene Nebenwirkungen

In seltenen Fällen kann es zu schwerwiegenderen Nebenwirkungen kommen. Es ist wichtig, dass Sie sich der möglichen Risiken bewusst sind. Bei einer nachgewiesenen schweren Allergie gegen Hühnereiweiß sollte vor der Impfung mit dem Arzt gesprochen werden, da der Impfstoff in Hühnerembryozellen hergestellt wird.

Seltene Nebenwirkungen Beschreibung
Allergische Reaktionen Schwere allergische Reaktionen können auftreten, insbesondere bei Allergie gegen Hühnereiweiß.
Fieberhafte Erkrankungen Personen mit akuten fieberhaften Erkrankungen sollten erst nach vollständiger Genesung geimpft werden.

Gegenanzeigen: Wann sollte nicht geimpft werden?

Es gibt bestimmte Situationen, in denen eine FSME-Impfung nicht empfohlen wird. Bei bekannten schweren Unverträglichkeitsreaktionen auf frühere FSME-Impfungen sollte keine weitere Impfung erfolgen. Schwangere und stillende Frauen sollten die Impfung mit ihrem Arzt besprechen, da hierzu nur begrenzte Informationen vorliegen. Zudem ist die Impfung bei Kindern unter einem Jahr nicht zugelassen, da keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe vorliegen.

Termin für die Zecken Impfung beim Hausarzt vereinbaren

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Termin buchen

Um sich vor FSME zu schützen, ist es ratsam, einen Impftermin beim Hausarzt zu vereinbaren. Dieser Schritt ist entscheidend, um die notwendige Impfung zu erhalten und somit das Risiko einer FSME-Infektion zu minimieren.

Optimaler Zeitpunkt für die FSME-Impfung

Der optimale Zeitpunkt für die FSME-Impfung ist außerhalb der Zeckensaison, also in den Monaten Oktober bis März. Dies ermöglicht es dem Körper, die notwendigen Antikörper zu bilden, bevor die Zeckensaison beginnt.

Was Sie zum Impftermin mitbringen sollten

Zum Impftermin beim Hausarzt sollten Sie einige wichtige Unterlagen und Informationen mitbringen. Dazu gehören:

  • Ihr Impfpass, damit die FSME-Impfung dokumentiert werden kann.
  • Informationen über vorherige Impfungen, insbesondere wenn Sie bereits gegen FSME geimpft wurden.
  • Ihre Krankenversicherungskarte, um die Kosten direkt mit der Krankenkasse abzurechnen.
  • Auskunft über Allergien oder Unverträglichkeiten, besonders gegen Bestandteile von Impfstoffen oder Hühnereiweiß.

Es ist auch ratsam, nach dem Termin noch etwa 15-30 Minuten in der Praxis zu bleiben, um mögliche allergische Sofortreaktionen auszuschließen.

Unterschied zwischen FSME und Borreliose

Borreliose und FSME sind beide durch Zeckenstiche übertragene Krankheiten, unterscheiden sich aber in ihrer Behandlung und Prävention. Während FSME durch eine Impfung vermeidbar ist, bleibt Borreliose eine Herausforderung, da es bisher keine zugelassene Impfung gibt.

Eine weitere durch Zecken übertragene Erkrankung

Borreliose ist eine bakterielle Infektion, die durch den Erreger Borrelia burgdorferi verursacht wird. Sie kann zu verschiedenen Symptomen führen, von Hautveränderungen bis hin zu schweren neurologischen Problemen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung mit Antibiotika sind entscheidend, um langfristige Gesundheitsprobleme zu vermeiden. Weitere Informationen zu Borreliose finden Sie auf derstandard.at.

Warum es keine Impfung gegen Borreliose gibt

Die Entwicklung einer Impfung gegen Borreliose ist komplex, da der Erreger in verschiedenen Unterarten vorkommt und seine Oberflächenstruktur verändern kann. Obwohl Forschungen in diese Richtung betrieben werden, gibt es bisher keine zugelassene Impfung. Eine frühere Impfung, die in den USA zugelassen war, wurde aufgrund unzureichender Wirksamkeit und Nebenwirkungen wieder vom Markt genommen. Der Schutz vor einer Borreliose-Infektion besteht hauptsächlich darin, Zeckenstiche zu vermeiden und Zecken möglichst schnell zu entfernen. Für weitere Informationen zur Prävention und Behandlung besuchen Sie bitte praxisberent.de.

  • Es gibt keine zugelassene Impfung gegen Borreliose, obwohl an der Entwicklung geforscht wird.
  • Der Erreger Borrelia burgdorferi ist in verschiedenen Unterarten vorhanden und kann seine Oberflächenstruktur ändern.
  • Eine frühere Borreliose-Impfung wurde in den USA wegen unzureichender Wirksamkeit und Nebenwirkungen vom Markt genommen.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen Zeckenstiche

Neben der FSME-Impfung gibt es weitere Maßnahmen, um sich vor Zeckenstichen zu schützen. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, da sie das Risiko einer Krankheitsübertragung durch Zecken minimieren können.

Verhaltenstipps für Aufenthalte in der Natur

Beim Aufenthalt in der Natur, insbesondere in Wäldern und hohem Gras, sollten einige Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Dazu gehört das Tragen von langärmliger Kleidung und langen Hosen, um die Haut möglichst vollständig zu bedecken. Zusätzlich können Insektenschutzmittel auf die Kleidung und die freiliegende Haut aufgetragen werden.

Richtige Entfernung einer Zecke nach einem Stich

Wenn eine Zecke dennoch einen Stich durchgeführt hat, ist es wichtig, sie so schnell wie möglich zu entfernen. Dabei sollte man die Zecke mit einer Pinzette oder einem speziellen Zeckenentfernungsinstrument nahe der Hautoberfläche greifen und langsam herausziehen. Es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Körper der Zecke nicht gequetscht wird, da dies die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen kann.

Nach der Entfernung der Zecke sollte die Stichstelle gründlich desinfiziert werden. Es ist ratsam, die Zecke nach der Entfernung sicher zu entsorgen.

Richtige Methode Falsche Methode
Mit Pinzette oder Zeckenentfernungsinstrument entfernen Mit Öl, Klebstoff oder Nagellack beträufeln
Langsam und vorsichtig herausziehen Quetschen oder drehen
Stichstelle nach der Entfernung desinfizieren Keine Desinfektion nach der Entfernung

Häufige Fragen zur FSME-Impfung beim Hausarzt

Die FSME-Impfung ist ein wichtiger Schutz vor der durch Zecken übertragenen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Viele Menschen haben Fragen zu dieser Impfung, insbesondere bezüglich ihrer Notwendigkeit, Wirksamkeit und möglicher Nebenwirkungen. Im Folgenden werden einige der häufigsten Fragen zur FSME-Impfung beim Hausarzt beantwortet.

Kann ich mich nach einem Zeckenstich noch impfen lassen?

Wenn Sie einen Zeckenstich hatten, ist es ratsam, vor einer Impfung einen Arzt zu konsultieren. In der Regel kann die FSME-Impfung auch nach einem Zeckenstich durchgeführt werden, jedoch sollte der Arzt den Einzelfall bewerten.

Wie lange hält der Impfschutz an?

Der Impfschutz gegen FSME hält in der Regel mehrere Jahre an. Laut den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollte der Impfschutz nach drei bis fünf Jahren aufgefrischt werden, wenn das Risiko einer FSME-Infektion fortbesteht.

Ist eine Impfung nach überstandener FSME-Erkrankung sinnvoll?

Nach einer überstandenen FSME-Erkrankung entwickelt der Körper einen natürlichen Immunschutz. Die STIKO empfiehlt eine Auffrischimpfung nach drei bis fünf Jahren, da die genaue Dauer des natürlichen Schutzes nicht bekannt ist. Diese Empfehlung gilt sowohl für Personen, die vor ihrer Erkrankung nicht geimpft waren, als auch für diejenigen, die trotz Impfung erkrankt sind.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte der FSME-Impfung:

Frage Antwort
Kann ich mich nach einem Zeckenstich impfen lassen? Ja, in der Regel ist dies möglich, nach Rücksprache mit einem Arzt.
Wie lange hält der Impfschutz an? Der Impfschutz hält mehrere Jahre an und sollte nach 3-5 Jahren aufgefrischt werden.
Ist eine Impfung nach überstandener FSME-Erkrankung sinnvoll? Ja, eine Auffrischimpfung wird nach 3-5 Jahren empfohlen.

Fazit

Die Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis bietet einen wirksamen Schutz vor dieser durch Zecken übertragenen Krankheit. Besonders Menschen in Risikogebieten sollten diese Impfung beim Hausarzt in Anspruch nehmen.

Für einen vollständigen Schutz sind drei Teilimpfungen erforderlich, gefolgt von regelmäßigen Auffrischungen alle drei bis fünf Jahre. Die Kosten hierfür werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn man in einem Risikogebiet lebt oder sich dort aufhält.

Neben der Impfung sind zusätzliche Schutzmaßnahmen wie geeignete Kleidung und das gründliche Absuchen nach Naturaufenthalten wichtig. Wer weitere Informationen zur FSME-Impfung benötigt, sollte sich an seinen Hausarzt wenden.

Durch die Kombination von Impfung und weiteren Vorsorgemaßnahmen können Menschen in Risikogebieten das Risiko einer FSME-Erkrankung signifikant reduzieren.

FAQ

Was ist FSME und wie wird es übertragen?

FSME steht für Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, eine durch das FSME-Virus ausgelöste Erkrankung, die durch Zecken übertragen wird. Die Infektion erfolgt in der Regel durch den Stich einer infizierten Zecke.

Wer sollte sich gegen FSME impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die FSME-Impfung für Personen, die in Risikogebieten leben oder sich dort aufhalten. Dazu gehören insbesondere Menschen, die sich in der Natur aufhalten, wie Wanderer, Jäger oder Camper.

Wie läuft die FSME-Impfung ab?

Die FSME-Impfung besteht aus einer Grundimmunisierung mit drei Teilimpfungen, die in bestimmten Abständen verabreicht werden. Danach sind Auffrischungsimpfungen erforderlich, um den Impfschutz aufrechtzuerhalten.

Welche Nebenwirkungen kann die FSME-Impfung haben?

Häufige Impfreaktionen sind Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle. Seltene Nebenwirkungen können allergische Reaktionen oder neurologische Beschwerden sein.

Wer übernimmt die Kosten für die FSME-Impfung?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel die Kosten für die FSME-Impfung, wenn sie von der STIKO empfohlen wird. Bei privater Krankenversicherung sollten Sie vorher die Kostenübernahme klären.

Kann ich mich nach einem Zeckenstich noch impfen lassen?

Ja, eine Impfung ist auch nach einem Zeckenstich möglich, sollte aber möglichst schnell erfolgen, um eine Infektion zu verhindern.

Wie lange hält der Impfschutz an?

Der Impfschutz hält in der Regel mehrere Jahre an. Auffrischungsimpfungen sind erforderlich, um den Schutz aufrechtzuerhalten.

Gibt es eine Impfung gegen Borreliose?

Nein, derzeit gibt es keine Impfung gegen Borreliose, eine andere durch Zecken übertragene Erkrankung. Die FSME-Impfung bietet keinen Schutz gegen Borreliose.